• DE

Herz-Szintigraphie

Herz-Szintigraphie (Myokard-Szintigraphie)

Die szintigraphische des Herzens dient der Feststellung, ob der Herzmuskel mit ausreichender Blutversorgung ausgestattet ist. Deshalb wird die Untersuchung mit Belastung auf einem Fahrrad-Ergometer und in Ruhe durchgeführt.

Mit Hilfe einer speziellen Kamera werden nach Injektion eines schwach radioaktiv markierten Medikamentes in Rücken- oder Bauchlage Aufnahmen des Herzens angefertigt und dreidimensional ausgewertet.

Die Belastungsuntersuchung findet unter Aufsicht eines erfahrenen Arztes statt. Diese Untersuchung wird nach einigen Minuten Arbeit am "Belastungs-Fahrrad" regulär beendet. Sie kann im Einzelfall auch jederzeit früher abgebrochen werden, wenn z.B. Herzbeschwerden oder Atemnot auftreten.

Die Strahlenexposition beträgt 10 - 12 mSv und beträgt damit etwa das Doppelte der natürlichen Strahlenexposition während eines Jahres. Weitere Vergleichswerte siehe unter Typische Dosiswerte.

Was passiert während der Untersuchung?

Die szintigraphische Herzuntersuchung wird einmal nach körperlicher Belastung und ein zweites Mal in Ruhe durchgeführt.

Die Belastung erfolgt durch ein "Fahrrad", ähnlich der Fahrrad-Ergometrie des Kardiologen oder einem Fitness-Gerät. Die Herzfunktion wird mittels EKG und permanenter Druck- und Pulsmessung überwacht. Die erbrachte Leistung und die Dauer der erbrachten Leistung werden aufgezeichnet.

Die Aufnahmen erfolgen 30 bis 90 Minuten nach der Injektion des Medikamentes. Eine halbe Stunde nach Injektion sollte ein fetthaltiges Frühstück eingenommen werden.

Ist die Belastungsuntersuchung regelrecht, ist eine zweite Untersuchung in Ruhe nicht erforderlich.

Findet sich eine durch Belastung auslösbare Durchblutungsminderung am Herzen, wird der Kardiologe die Konsequenzen und das weitere Vorgehen mit Ihnen eingehend besprechen.

Warum muß eine Untersuchung durchgeführt werden?

Das Herz wird mit lebenswichtigem Blut über die Herzkranzgefäße (Koronar-Arterien) versorgt. Wenn diese Gefäße verengt oder verschlosssen sind, ist diese Versorgung nicht mehr vorhanden. Die daraus entstehende Krankheit nennt man koronare Herzkrankheit, oft kurz KHK.

Im Herzmuskel selbst sind weitere Blutgefäße vorhanden, die das Blut der Arterien in immer feiner verteilte Mikrogefäße verteilen. Auch diese können aus unterschiedlichen Urschen erkranken, ohne daß an den Herzkranzgefäßen etwas sichtbar sein muß.

Entscheiden für den Kardiologen ist die Bestimmung des Ortes der Minderdurchblutung, ob und gegebenenfalls wie viele Gefäßgebiete betroffen sind und ob schon ein Infarkt stattgefunden hat. Nicht jeder Infarkt ist aus dem EKG ersichtlich. Manche Patienten haben nie typische Symptome mit Brust- oder Armschmerzen linksseitig gehabt.

Mit dieser Untersuchung kann der Kardiologe das weitere diagnostische und therapeutische Vorgehen festgelegen.

Weitere Gründe für eine Untersuchung sind:
Aufschluß über Hintergründe bei chronischem Brustschmerz/angina pectoris
Diagnose nach einer Herzschwäche
Sicherung des Funktionszustandes vor einer Operation

Risikofaktoren der koronaren Herzerkrankung

  • Erkrankungen in der Familie
  • Übergewicht
  • Nicht ausreichende Bewegung
  • Rauchen
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Unausgeglichene Ernährung
  • Andere Erkrankungen (Diabetes, Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin, u.v.m.)
  • Alter
  • Streß