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Kernspintomographie (MRT)

Untesuchungen mit der Kernspintomographie (auch: KST) oder Magnetresonanz-Tomographie (auch: MRT oder MR) erfolgen mit Hilfe elektromagnetischer Wellen. Die unterschiedlichen phyikalischen Eigenschaften der Körpergewebe, die Energie dieser Wellen zu speichern und als elektromagnetische Echowelle wieder auszusenden, führen zu einem ausgezeichneten Weichteilkontrast von hohem diagnostischem Nutzen.

Die Praxis verfügt seit dem 10.12.2002 über ein Symphony 1,5 Tesla mit den stärksten Gradienten zu genauester Bildgebung. Seit dem 14.10.2005 verfügt die Praxis über ein weiteres MRT Gerät, das aktuell das modernste Gerät der Firma Siemens ist. Beide Geräte erfreuen sich großer Beliebtheit an Universitätskliniken und in Praxen.

Kernspintomographische Untersuchungen werden ohne Röntgenstrahlen durchgeführt. Die Energie der angewendeten elektromagnetischen Wellen reicht nicht aus, um Molekülbindungen zu lösen oder Körpergewebe zu zerstören.

Eine verbesserte Kontrastierung und eine erhöhte diagnostische Entscheidungskraft erlangen kernspintomographische Bilder durch den Einsatz magnetischer Kontrastmittel. Diese sind gut verträglich und enthalten kein Jod.

Die Untersuchungszeiten betragen etwa 30 Minuten. Spezielle Fragestellungen können diese Zeit verkürzen oder verlängern.

In seltenen Fällen berichten Patienten über während der Untersuchung auftretende Wärmegefühle, Lichtblitze oder Muskelkontraktionen. Nach Beendigung der Untersuchung treten diese physiologischen Wirkungen nicht mehr auf. Eine dauerhafte Veränderung oder Schädigung ist damit nicht verbunden.

Metall oder Metallsplitter, medizinische Implantate, welche sich nach Operationen, (Arbeits-) Unfällen oder Kriegsverletzungen im Körper befinden oder befinden könnten, müssen vor einer Untersuchung unbedingt angegeben werden. In seltenen Fällen kann deshalb eine Untersuchung ausgeschlossen sein. In die Entscheidung über eine MRT Untersuchung können Röntgenaufnahmen herangezogen oder zusätzlich angefertigt werden.

Patienten mit Hüft-Endoprothesen, Kreuzbandplastiken, kurzstreckigen Wirbelsäulen- oder Frakturstabiliserungen, Coronar-Stents (Gefäßbrücken am Herzen) können im allgemeinen untersucht werden. Trotzdem müssen auch diese Veränderungen unbedingt vorher angegeben werden.

Patienten mit Herzschrittmachern müssen generell von einer Untersuchung ausgeschlossen werden, da es zu Fehlstimulationen des Herzens oder Programmänderungen am Herzschrittmacher kommen kann.

Die Kernspintomographie wurde als Erfindung erstmals 1972 präsentiert, die erste klinische Installation war Ende der 70er Jahre. Die MRT konnte immer beliebige Schnittebenen vom Körperinneren darstellen. Moderne Geräte können angiographische Darstellungen der Becken-Bein-Arterien und der abgangsnahen Herzkranz-Gefäße erreichen.